Björn Sandberg kommt aus der härtesten Schule des Projektmanagements: dem Großbau. Als Terminplaner bei Hochtief hat er gelernt, dass ein Projekt nie an dem Tag scheitert, an dem es offiziell kippt — sondern Monate vorher, in kleinen, unscheinbaren Verschiebungen, die niemand ernst nimmt, weil jede einzelne harmlos aussieht.
Seit er als Berater arbeitet, verfolgt er eine einfache These: Fast jede Terminkatastrophe war in den Daten sichtbar, bevor sie im Lenkungskreis ankam. Das Problem ist nicht fehlende Information, sondern fehlende Zeit, sie zu lesen. Projektleiter verbringen ihre Tage in Abstimmungsmeetings — die Muster in Plänen, Statusmeldungen und Änderungsanträgen bleiben ungelesen.
Genau dafür setzt er heute den Chronos-Agenten ein. Im Workshop mit Boxenwerk lernen Projektleiter, einen Agenten zu bauen, der Terminpläne analysiert, kritische Pfade überwacht und aus Statusmeldungen Frühwarnsignale destilliert. An der Modellfirma Boxenwerk GmbH & Co. KG — etwa der Eventserie mit ihren unerbittlichen Fixterminen — wird das Prinzip greifbar, bevor es auf die eigenen Projekte übertragen wird.