Jonas Petersen hat in Lüneburg Umweltwissenschaften studiert und in Kopenhagen Sustainable Finance draufgelegt. Als ESG-Analyst einer Ratingagentur hat er hunderte Nachhaltigkeitsberichte bewertet — und dabei ein unbequemes Muster erkannt: Die besten Berichte kamen selten von den nachhaltigsten Unternehmen, sondern von denen mit den größten Reporting-Teams.
Als er selbst die Nachhaltigkeitsabteilung eines Lebensmittelherstellers übernahm, erlebte er die andere Seite: zwei Menschen, dreihundert Datenpunkte, sechzig Zulieferer und eine CSRD, die keine Rücksicht auf Teamgrößen nimmt. Neun Monate im Jahr gingen für Datensammlung drauf — Zeit, die für echte Verbesserungen fehlte: Rezepturen, Verpackungen, Lieferantenentwicklung.
Seine Beratung dreht dieses Verhältnis um, und der Gaia-Agent ist das Werkzeug dafür: Er sammelt ESG-Daten strukturiert ein, hält Lieferantenauskünfte nach, entwirft Berichtskapitel und überwacht regulatorische Änderungen. Im Boxenwerk-Workshop bauen Nachhaltigkeitsverantwortliche ihren eigenen Gaia — geübt an der Modellfirma mit ihren Dosen-Lieferketten, Event-Fußabdrücken und Racing-Sponsorings, die alle in einen CSRD-Bericht wollen.