Robert Feldmann hat als promovierter Wirtschaftsjurist zwölf Jahre lang Compliance-Abteilungen in Banken geleitet — durch Finanzkrise, Regulierungswellen und zwei Fusionen. Er kennt beide Gesichter der Compliance: das notwendige, das Unternehmen vor existenziellen Fehlern schützt, und das bürokratische, das mit Schulungs-Klickstrecken und Formular-Ritualen alle Beteiligten zermürbt.
Als Berater hat er sich auf die Frage spezialisiert, wie Compliance funktioniert, wenn man kein Konzern ist: Der Mittelständler mit 300 Mitarbeitern hat dieselben Pflichten wie die Bank — Lieferkettengesetz, Datenschutz, demnächst der EU AI Act — aber ein Zehntel des Personals dafür. Seine Antwort: Regeln müssen dorthin, wo gearbeitet wird, nicht in Ordner, die niemand öffnet.
Der Themis-Agent ist dafür sein wichtigstes Werkzeug geworden. Er beantwortet Richtlinienfragen im Alltag, prüft Verträge gegen Checklisten vor und überwacht Fristen und Regulierungs-Updates. Im Boxenwerk-Workshop bauen Compliance-Verantwortliche ihren eigenen Themis — und lernen an der Modellfirma, wie ein wachsendes Unternehmen Regulierung bewältigt, ohne eine Rechtsabteilung in Konzerngröße aufzubauen.