Fiktive Modellfirma im AI-PA Bildungskontext — keine echte Marke
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Über uns / Personas / Lena Böhmer
Juniorchefin / Digitalisierung

Lena
Böhmer

Lena Böhmer ist die Juniorchefin von Boxenwerk und treibt in zweiter Generation die Digitalisierung des Familienbetriebs voran. Zwischen CNC-Halle, Vertriebsbüro und Geschäftsführung sucht sie täglich den Punkt, an dem KI und Automatisierung echten Zeitgewinn bringen - ohne die gewachsene Handwerkskultur zu überrollen.

Lena Böhmer
Alter 29
Background Wirtschaftsingenieurwesen-Studium · Trainee-Programm bei einem mittelständischen Maschinenbauer · Digitalisierungsprojekt bei einem Automobilzulieferer · Rückkehr in den Familienbetrieb
Seit 2021
Direktreports 3
Team 3 Mitarbeitende (IT & Prozessdigitalisierung)
Background

Wer ist Lena Böhmer?

Lena Böhmer ist als Tochter von Frank Böhmer praktisch zwischen Drehbänken aufgewachsen, hat sich aber bewusst erst außerhalb der Firma beweisen wollen. Nach dem Wirtschaftsingenieurwesen-Studium durchlief sie ein Trainee-Programm bei einem mittelständischen Maschinenbauer und begleitete danach ein Digitalisierungsprojekt bei einem Automobilzulieferer. 2021 kam sie zurück nach Remscheid - nicht als designierte Erbin, sondern mit einem klaren Auftrag: Boxenwerk fit für die nächsten zwanzig Jahre machen. Ihr Vater gab ihr dafür bewusst einen eigenen Verantwortungsbereich statt eines Ehrentitels.

Lena arbeitet analytisch, aber nah an den Menschen. Sie glaubt nicht an große Digitalisierungs-Masterpläne, sondern an viele kleine, spürbare Erleichterungen im Alltag - erst zuhören, dann automatisieren. In Diskussionen bleibt sie sachlich und geduldig, auch wenn Betriebsleiter Klaus Reuter ihr zum wiederholten Mal erklärt, dass man das hier immer schon so gemacht habe. Ihre Stärke ist es, Fertigung, Vertrieb und Qualität an einen Tisch zu bringen und Übersetzungsarbeit zwischen Werkbank und Tabelle zu leisten.

Heute ist Lena die treibende Kraft hinter jedem KI-Thema im Haus und die Brücke zwischen der Erfahrung ihres Vaters und den Erwartungen einer jüngeren Belegschaft. Gemeinsam mit QS-Leiterin Ingrid Sasse und AV-Planer Murat Demir sucht sie nach Prozessen, in denen der Agent Hermes echten Nutzen stiftet - von der Anfrage-Triage bis zur Prüfprotokoll-Digitalisierung. Für Lena ist Hermes kein Prestigeprojekt, sondern der praktische Hebel, mit dem sie beweisen will, dass Digitalisierung im Familienbetrieb funktioniert, ohne dass jemand seinen Beruf verliert.

„Ich will nicht digitalisieren, um modern zu wirken - ich will, dass Timur an der Fräse abends eine Stunde früher heimgeht.“

— Lena Böhmer, Juniorchefin / Digitalisierung

Pain Points

Was Lena nachts wach hält

01 · Kulturkampf mit der alten Garde

Betriebsleiter Klaus Reuter und Teile der Stammbelegschaft begegnen jeder Neuerung mit dem Satz, das habe man immer schon so gemacht. Lena muss jeden Digitalisierungsschritt nicht nur technisch, sondern vor allem emotional absichern. Ein einziges gescheitertes Pilotprojekt würde die Skeptiker für Jahre bestätigen. Deshalb wählt sie ihre ersten Anwendungsfälle mit Bedacht - sie brauchen einen sichtbaren, unstrittigen Nutzen.

02 · Zwischen Erbin und Kollegin

Als Tochter des Chefs steht Lena unter besonderer Beobachtung: Setzt sie sich durch, heißt es schnell, das komme ja von oben. Übt sie sich in Zurückhaltung, passiert nichts. Sie muss ständig beweisen, dass ihre Ideen fachlich und nicht familiär begründet sind. Diese Doppelrolle kostet Energie, die ihr für die eigentliche Arbeit fehlt.

03 · Nutzen statt Technik-Show beweisen

In der Fertigung zählt, was die Zehntelsekunde bringt - nicht, was in einem Prospekt gut klingt. Lena muss bei jedem KI-Vorhaben belegen, wie viele Minuten oder Reklamationen es tatsächlich spart. Ohne harte Zahlen verpufft die Begeisterung sofort. Ihr fehlt bislang ein sauberes System, um vorher und nachher messbar zu vergleichen.

04 · Alles gleichzeitig, keine Priorität

Vom Angebots-Assistenten über die Prüfprotokoll-Digitalisierung bis zum Zertifikats-Prüfer stapeln sich zehn sinnvolle Ideen auf ihrem Tisch. Jede Abteilung hält den eigenen Schmerz für den dringendsten. Lena muss priorisieren, ohne einzelne Kolleginnen und Kollegen vor den Kopf zu stoßen. Diese ständige Abwägung zwischen Wichtig und Laut zehrt an ihr.

05 · Wissen steckt in Köpfen

Welches Material und welches Werkzeug bei einem bestimmten Teil zuletzt verwendet wurde, weiß oft nur ein erfahrener Fräser wie Timur Aksoy - dokumentiert ist es selten sauber. Geht jemand in Rente oder ist krank, verschwindet dieses Wissen. Lena will es mithilfe von Hermes in einen durchsuchbaren Speicher überführen. Die Herausforderung ist, das Erfassen so leicht zu machen, dass es niemanden zusätzlich belastet.

06 · Zeit für Zukunft im Tagesgeschäft finden

Digitalisierung ist Lenas Auftrag, aber das Tagesgeschäft frisst ihre Stunden: Rückfragen aus dem Vertrieb, Termine mit ihrem Vater, kurzfristige Express-Aufträge am Wochenende. Für konzeptionelle Arbeit bleiben oft nur die Randzeiten. So drohen wichtige, aber nicht dringende Projekte immer wieder liegenzubleiben. Sie sucht nach einem Weg, Freiräume verlässlich zu schützen.

Ziele

Was Lena erreichen will

Anfrage-Triage mit Hermes einführen, sodass 60 % der eingehenden Mails vorsortiert beim richtigen Kollegen landen — menschlich final geprüft

Prüfprotokolle der 100 %-Kontrolle digital erfassen, Tippfehler-Reklamationen halbieren

Express-Auftrags-Orchestrierung als feste Checkliste + Benachrichtigungskette etablieren (Kunde, Fertigung, QS, GridHaul)

Einen klaren Mensch-Agent-Standard verabschieden: wann Hermes entwirft, wer prüft, wer bei sicherheitsrelevanten Teilen final freigibt

Verantwortung

Was Lena steuert

  • Digitalisierungs- und KI-Strategie des gesamten Betriebs, abgestimmt mit Geschäftsführer Frank Böhmer
  • Auswahl, Pilotierung und Einführung von Werkzeugen entlang Vertrieb, Arbeitsvorbereitung, QS und Fertigung
  • Aufbau einer belastbaren Datenbasis (Prüfprotokolle, Zertifikate, Maschinenbelegung) als Fundament für den Agenten Hermes
  • Brückenbau zwischen Werkhalle (Klaus Reuter, Ruth Kaminski, Timur Aksoy) und kaufmännischem Büro (Georg Lindner, Anja Fromm)
  • Definition der Zusammenarbeit von Mensch und KI-Agent: wer entwirft, wer prüft, wer finalisiert — besonders bei prüfpflichtigen Teilen
  • Nachweis des betriebswirtschaftlichen Nutzens jeder Digitalmaßnahme gegenüber der Geschäftsführung
Workshop

Welche Übungen Lenas Alltag lösen

Anfrage-Triage & Angebots-Assistent

zentraler Use-Case — eingehende Mails klassifizieren und Erstkalkulation aus Zeichnungsdaten entwerfen lassen

Express-Orchestrierung

Benachrichtigungskette Kunde → Fertigung → QS → GridHaul als automatisierte Checkliste durchspielen

Prüfprotokoll-Digitalisierung

Messwerte strukturiert erfassen und gegen Toleranzen prüfen — Schnittstelle zu QS-Leiterin Ingrid Sasse und Messtechniker Jan Petzold

Mensch-Agent-Governance

Regeln definieren, wann Hermes entwirft und wann ein Mensch bei sicherheitsrelevanten Teilen finalisiert

Eigene Agenten-Skills

Hermes-Bausteine für Zertifikats-Prüfung, 8D-Report-Entwürfe und Liefertermin-Updates gestalten